MS-Beratung war heute arg entäuschend

Statt dem erwarteten erfahrenen Experten, der auch mal differenziert beurteilen kann, bekam ich eine blutjunge Ärztin zugeteilt. Nett, aber ohne jegliche Erfahrung oder Selbstvertrauen voll auf ihr Schulwissen geeicht. Es tat mir ja schon fast leid, dass sie mit mir einen zwar durchweg immer lächenden und netten, aber auch äußerst kritischen und hinterfragenden Patienten erwischte
Bevor sie sich groß meine Daten ansah, flatterte gleich der Zettel auf den Tisch, in dem ich mir nur noch raussuchen sollte, was ich mir denn spritzen soll. Als sie dann doch merkte, dass ich überzeugt werden will, kamen die Standartsätze(30 % Schubreduzierung, Nebenwirkungen kein Problem..) Meine Bemerkungen, dass die Hamburger Uni hier schöne Untersuchungen durchführte, bei der sich zeigte, dass nur 14 von 100 wirklich von der Immunmodulation profitieren(und das auch nur bedingt), während 28 an Nebenwirkungen leiden, nebensächlich

. Dass der Großteil meiner Herde (mindestens 14

)kein Kontrastmittel anreicherte und nach meinem Wissen dann nicht mehr aktiv ist, übergangen.
Sport hält sie für kein Problem, hätte doch eh keinen(ich hab mal negativ

verstehen wollen) Einfluss
Als ich erwähnte, dass ich erst mal auf Stressminderung setzen möchte(hier gab es in den letzten Monaten doch ganz schön viel Potenzial

) und bei einem Schub oder allgemeiner Verschlechterung auf die bis dahin erteilte Zulassung der Fumarsäure hoffe, meinte sie, dass bei Fumarsäure die Nebenwirkungen gefährlich wären und sogar schon 1-2 Leute daran gestorben wären.
Und dabei warten alle(auch die Pharmaindustrie und viele bekannte Ärzte) auf die Fumarsäure, weil sie neben der einfachen Handhabung als Tablette auch weniger Nebenwirkungen haben soll
Da passt die Logik nicht
Ok.

wir einigten uns auf 2 Kontroll-MRT Ende Juli ohne vorherige Behandlung, es sei denn, es würde sich verschlechtern oder ein neuer Schub kommen. Dann hätte ich auch wesentlich mehr Motivation. Als wir mit gemischten Gefühlen gingen(sonst bin ich durchaus sehr folgsam

), trafen wir noch die Ärztin, die mir die Diagnose beibrachte und mich auch als einzige öfters und ausführlich behandelte.

Ihr Kommentar war, dass sie es an meiner Stelle genauso machen würde, erst mal abwarten, nur im Notfall behandeln
Letztlich ist alles nur ein Stochern im Nebel.
