la_gune hat geschrieben:
la_gune hat geschrieben:
Die Tendenz hin zu gehen wächst...
Der Zuspruch und die Anteilnahme hier helfen mir ungemein. Danke EMUs !

So, ich habe vom Chef frei bekommen ("Familie ist wichtig. Natürlich bekommst Du frei!"

).
Nach einem langen Telefonat mit meinem Bruder (der übrigens ähnlich fühlt nur kein "Trauma" mit anderen Beerdigungen hat) ist es für mich zumindest irgendwie OK hin zu fahren. Aber eher wegen meiner Mutter, die zwar im Moment sehr stark nach außen tut, die es aber wohl am Tag der Beerdigung sicher schwer mitnehmen wird. Und dann bin ich/sind wir lieber da für sie. Auch weil dann der Bruder meiner Mutter dort sein wird, mit dem sie seit Jahren im schweren Konflikt ist (u.a. wegen dem Opa).
Jetzt muß ich nur noch diverse Termine verschieben und alles organisieren.

Liebe la-gune,
erst Mal mein tiefes Mitgefühl.
Ich finde sehr wichtig, dass man sich den Raum für Abschied gibt. Eure Mutter wird den Beistand brauchen und ich finde es eine gute Entscheidung zufahren, auch Du schon vor ein paar Wochen Abschied von Opa genommen hast.
Ich bin mit meinen Eltern auch schon zu der Beerdigung ihre sehr guten Freundin gegangen, die viel zu früh an Lungenkrabs verstarb.
Das war ein harter Gang für meine Eltern, weil es ihnen die eigene Endlichkeit aufzeigte.
Als meine Großeltern starben, war das nicht so schwer, weil sie auf ein langes Leben zurückschauten und die Zeit einfach gekommen war.
Beim "Schwiegervater" war das sehr schwer, weil meine Mädels wirklich ganz ganz traurig waren, vorallem konnten sie sich nicht von Opa vorher verabscheiden. Das hatte der Papa vermasselt, leider !
Ich habe ihnen aber gesagt, dass sie bei der Beerdigung ihrer Trauer rauslassen sollen.Das ist der Platz für diese Gefühle.
Die Beerdigung haben die beiden nicht traumatisch erlebt, aber meine Kleine hat Papa noch nicht verziehen, dass sie Opa nicht nochmal besuchen durfte.
Er war schwer krank und Papa war der Meinung, dass wäre nichts für die Mädels. Es macht aber das Loslassen einfacher, wenn man sieht, dass ein geliebter Mensch leidet.
Für mich war der schlimmste Gang am 7.1.2013 als mein Freund Manfred beerdigt wurde.
Ich hätte ihn gerne nochmal gesehen, aber ich wollte seine Witwe nicht fragen, ob es die Möglichkeit gibt.
Sein Tod kann so unerwartet und viel zu früh.
Ich drücke Dich aus der Ferne.
die Nachbarin