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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 25 Jan 2013 08:17 
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Sauna-Emu

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Moin mein Lieber,

ich habe wirklich keine Ahnung vom Verlauf dieser Krankheit und die Behandlung.
Du hast wohl die letzten Jahre einiges richtig gemacht, aber den Firmen-Stress mußt Du auch noch runterfahren.
Ausserdem solltest Du die durchgeknallten Teenies nicht so ernst nehmen.
Die können nichts dafür.Da fehlen gerade Verknüpfungen im Hirn. :D

Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du ganz lange so fit bleibst, wie Du bist und diese Krankheit Dich nicht einschränkt. :kuss

:tomtiger
Wagnerli


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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 25 Jan 2013 19:53 
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Schach-Emu
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Beiträge: 7131
Wagnerli hat geschrieben:
Moin mein Lieber,

ich habe wirklich keine Ahnung vom Verlauf dieser Krankheit und die Behandlung.
Du hast wohl die letzten Jahre einiges richtig gemacht, aber den Firmen-Stress mußt Du auch noch runterfahren.
Ausserdem solltest Du die durchgeknallten Teenies nicht so ernst nehmen.
Die können nichts dafür.Da fehlen gerade Verknüpfungen im Hirn. :D

Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du ganz lange so fit bleibst, wie Du bist und diese Krankheit Dich nicht einschränkt. :kuss

:tomtiger
Wagnerli

Da musste meine Liebste doch mal lachen, als ich ihr dies zeigte :blue
Meine Laune ist schon längst wieder ok :daumen War wohl gestern etwas zu wenig Sport und Futter :pfeif
Trotzdem ist es schon lustig, wie man Statistiken betrachten kann :chris76
Eine bekannte und gern zitierte Statistik über den Erfolg einer Immunmodulation(also spritzen) bei MS ermittelte nach zwei Jahren eine Schubrate von 0,82 bei den Placebopatienten sowie 0,67 mit Medikamenten. Wenn man 0,82 als 100 Prozent-Grundlage nimmt, so kommt man auf 30 Prozent weniger Schübe bei Behandlung mit Medikamenten, wie ja auch überall im Internet und bei den Ärzten angepriesen wird. Anders betrachtet hat man in 2 Jahren 0,15 weniger Schübe oder man müsste 7*2=14 Jahre spritzen, um einen zusätzlichen Schub zu verhindern, wobei ein Schub allein ja nicht wirklich schlimm sein muss. Eher ist Ort, Art und Weise kritisch :eins . Das soll allerdings nicht heißen, dass es nicht auch viele Fälle gibt, die unbedingt behandelt werden sollten. :keko
Heute 90 min locker Rolle , ganz leicht erhöhte Intensität, aber immer noch sehr locker und problemlos, Laune gut :bse

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Für den Kuchen nach dem Sport :bse


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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 05:36 
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Schach-Emu
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Die letzte Stunde war erfolgreich :bse :bse :bse
Ich habe ich eine weitere, seriös wirkende Quelle(wissenschaftliche Abhandlung, Stand 2008, 126 Seiten, mehrere Hamburger Uni-Doktoren und Professoren) gefunden, die sich mit dem tatsächlichen Nutzen und Notwendigkeit von Immuntherapien bei der Behandlung von MS auseinander setzt.
Hier wurde zwischendurch mit farblich markierten Männchen anschaulich exakt dargelegt, wer denn letztlich wirklich von einer Behandlung profitiert(nein, es erfolgte kein Seitenhieb auf die Pharmaindustrie :blue , es wurde sogar am Ende auf einen Intessenkonflikt verwiesen, da die Uni auch Unterstützung von diesen Firmen erhält). Die Zahlen schwanken je nach Schubverlauf und Medikament u.a., aber meist sind es gerade mal 10-20 Glückliche von 100 Patienten.
Im Klartext 80-90 Patienten werden ohne jedweden Erfolg behandelt. :nono Auch haben je nach Fall ca. 10-20 mehr oder weniger schwere Nebenwirkungen, teils sogar ohne irgendeinen Behandlungserfolg :toblerone
Fazit: die Behandlung wie auch der normale Verlauf sind bei MS ein großes Glücksspiel. :bigfoot
Trau keiner Statistik, es sei denn Du hast sie selbst gefälscht :keko

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 10:13 
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Caipi-Emu
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Schön :daumen
Den Seitenhieb auf die Pharmaindustrie hab ich mal überlesen ;) :lol:
Ich hoffe Du konntest danach wenigstens endlich schlafen :keko

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 10:49 
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Sauna-Emu

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Lieber FMMT,

das ist nicht nur so dahin gesagt.
Im Teenagerhirn werden tatsächlich neue Verknüpfung hergestellt,
deshalb machen gerade die Kerls völlig verrückte Sachen und sehen die Gefahren nicht.
Je vernünftiger und strenger Du daherredest, umso bockiger werden sie. :D

:tomtiger

Auf die Pharmaindustrie darfst Du gerne schimpfen.
Ich arbeite lange genug in dem Bereich.Es geht nur um Gewinne.
Eines kann ich Dir aber sagen, neue Medikamente auf den Markt zu bringen, ist ein hartes Geschäft.Heute mußt Du ganz klar aufzeigen, dass das neue
mehr kann, als die Sachen, die schon am Markt sind.
Schöne Grüße aus der Pharmaforschung. :blush


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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 12:44 
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OZU1-Emu
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Beiträge: 4368
FMMT hat geschrieben:
Trau keiner Statistik, es sei denn Du hast sie selbst gefälscht :keko

Du wirst nie erfahren, wie es im anderen Fall verlaufen wäre. Die Leute, bei denen die Behandlung "nichts geholfen" hat, wären vielleicht ohne Behandlung noch viel schlimmer dran gewesen. Auf der anderen Seite wäre bei den Leuten, denen sie "geholfen" hat, vielleicht auch ohne Behandlung nichts passiert.
Irgendwo hab ich mal gelesen, daß es Leute gibt, die im Leben nur einen einzigen (bemerkten) MS-Schub gehabt haben und dann nie wieder.

Ich wünsche Dir, daß Du zusammen mit Deinen Ärzten die für Dich richtige Entscheidung triffst und nie wieder mit dem Mist zu tun hast :daumen

_________________
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee. (J.W.v.Goethe)
Das gilt übrigens auch für Weitsprungversuche (= Idee) und Achillessehnenrisse (= Erfahrung) ...

Pippis Pschyrembel - exklusiv nur bei den EMUs


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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 15:24 
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Eiermann U6 Emu
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Moin,

als Fachmann für Statistik(1) möchte/muss ich dazu


FMMT hat geschrieben:
Ob jetzt Interferon, Betaferon(?), ob Spritzen oder demnächst vielleicht Fumarsäure als Tablette, die möglichen Nebenwirkungen sind nicht ohne und die Erfolgsgarantie nur statistisch.


FMMT hat geschrieben:
Trotzdem ist es schon lustig, wie man Statistiken betrachten kann :chris76
Eine bekannte und gern zitierte Statistik über den Erfolg einer Immunmodulation(also spritzen) bei MS ermittelte nach zwei Jahren eine Schubrate von 0,82 bei den Placebopatienten sowie 0,67 mit Medikamenten.


mal etwas sagen.

Gerade bei medizinischen Fragestellungen wirst Du NIE einen 100% Nachweis der Wirkung bekommen. Denn meistens sind mehrere Faktoren - von denen viele oft unbekannt sind - daran beteiligt.

Nur ein paar Besipiele:

In einem vollbesetzten Raum/Bus/Wartezimmer hat jemand ein fette Erkältung und streut mächtig Viren. Trotzdem werden nicht alle angesteckt.

Nicht jeder Raucher bekommt einmal Lungenkrebs.

Auch Nichtraucher bekommen Lungenkrebs.

Der statistisch gesicherte Nachweis, dass Dieselabgase tatsächlich Lungenkrebs verursachen, hat mehr als zwanzig Jahre Forschung gekostet.

usw. usw. usw.

Richtige statistische Auswerteverfahren geben gesicherte Auskunft über die Wirksamkeit eines Verfahrens (2), und ich gehe davon aus, dass diese Auswerteverfahren in der seriösen medizinischen Forschung auch angewandt werden. Nur sind diese Auswerteverfahren eben nicht allgemein verständlich, so dass es zu diesen schwammigen Prozentzahlen kommt, von denen man normalerweise - also alles was nicht Fachpublikation ist - liest. Lange Rede kurzer Sinn: Die von Dir genannten Prozentzahlen sprechen für mich schon für eine starke Wirksamkeit der Medikament.


Viele Grüße,

Christian

(1) Den "§%/§)(%/-Verglich, was ich mal gelernt habe, und was ich beruflich so mache, lasse ich mal weg. Jedenfalls kenne ich mich mit statistischen Auswertungen aus.

(2) Eigentlich geben sie nur Auskunft über die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs, und nicht über die Wirkung. So ist es relativ leicht statistisch zu belegen, dass die Babys von den Störchen gebracht werden. Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen der Geburtenrate und der Storchenpopulation. Der wirkliche Zusammenhang ist natürlich ein anderer: In ländlichen Gebieten ist die Geburtenrate höher (Vielleicht, weil die Menschen dort ihre Freizeit sinnvoller nutzen;-) Und natürlich gibt es auf dem Land auch mehr Störche.

_________________
DON'T PANIC!

Die drei ! ! ! - und der Drache auf dem Rad


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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 15:41 
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Schach-Emu
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maultäschle hat geschrieben:
Schön :daumen
Den Seitenhieb auf die Pharmaindustrie hab ich mal überlesen ;) :lol:
Ich hoffe Du konntest danach wenigstens endlich schlafen :keko


Danke, danach habe ich nochmal etwas geschlafen, wenngleich ich heute doch etwas platt bin, woran auch immer dies liegen mag. Gegen die Pharmaindustrie habe ich wirklich nichts, ich will nur als mündiger Bürger mitentscheiden. In diesem Fall handelt es sich ja nicht um ein paar Tabletten, die schlimmstensfalls nicht wirken, sondern um eine grundlegende Veränderung meiner Lebensqualität auf Dauer mit langfristigen Nebenwirkungen. Sonst vertraue ich durchaus auch mal auf Tabletten oder Spritzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 15:42 
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Schach-Emu
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Beiträge: 7131
Wagnerli hat geschrieben:
Lieber FMMT,

das ist nicht nur so dahin gesagt.
Im Teenagerhirn werden tatsächlich neue Verknüpfung hergestellt,
deshalb machen gerade die Kerls völlig verrückte Sachen und sehen die Gefahren nicht.
Je vernünftiger und strenger Du daherredest, umso bockiger werden sie. :D

:tomtiger

Auf die Pharmaindustrie darfst Du gerne schimpfen.
Ich arbeite lange genug in dem Bereich.Es geht nur um Gewinne.
Eines kann ich Dir aber sagen, neue Medikamente auf den Markt zu bringen, ist ein hartes Geschäft.Heute mußt Du ganz klar aufzeigen, dass das neue
mehr kann, als die Sachen, die schon am Markt sind.
Schöne Grüße aus der Pharmaforschung. :blush


Vielen Dank, das mit dem Teeniehirn ist gut zu wissen :daumen

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 15:47 
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Schach-Emu
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PippiLangstrumpf hat geschrieben:
FMMT hat geschrieben:
Trau keiner Statistik, es sei denn Du hast sie selbst gefälscht :keko

Du wirst nie erfahren, wie es im anderen Fall verlaufen wäre. Die Leute, bei denen die Behandlung "nichts geholfen" hat, wären vielleicht ohne Behandlung noch viel schlimmer dran gewesen. Auf der anderen Seite wäre bei den Leuten, denen sie "geholfen" hat, vielleicht auch ohne Behandlung nichts passiert.
Irgendwo hab ich mal gelesen, daß es Leute gibt, die im Leben nur einen einzigen (bemerkten) MS-Schub gehabt haben und dann nie wieder.

Ich wünsche Dir, daß Du zusammen mit Deinen Ärzten die für Dich richtige Entscheidung triffst und nie wieder mit dem Mist zu tun hast :daumen


Genau das ist das Problem, eigentlich wie bei der Heirat :chris76
Nur ist damit immer noch nicht sicher, dass ich mich diesmal wieder richtig entscheide. :blue
Meine Tendenz ist halt erst Mal meine direkten Einflussmöglichkeiten auszuloten(Stress, ev. Ernährung). Hatte früher gut geklappt, hat aber trotzdem aktuell Potential. Wenn es dann nicht funktioniert, dann wird medikamentös behandelt.

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 16:01 
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Caipi-Emu
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Beiträge: 4056
FMMT hat geschrieben:
PippiLangstrumpf hat geschrieben:
FMMT hat geschrieben:
Trau keiner Statistik, es sei denn Du hast sie selbst gefälscht :keko

Du wirst nie erfahren, wie es im anderen Fall verlaufen wäre. Die Leute, bei denen die Behandlung "nichts geholfen" hat, wären vielleicht ohne Behandlung noch viel schlimmer dran gewesen. Auf der anderen Seite wäre bei den Leuten, denen sie "geholfen" hat, vielleicht auch ohne Behandlung nichts passiert.
Irgendwo hab ich mal gelesen, daß es Leute gibt, die im Leben nur einen einzigen (bemerkten) MS-Schub gehabt haben und dann nie wieder.

Ich wünsche Dir, daß Du zusammen mit Deinen Ärzten die für Dich richtige Entscheidung triffst und nie wieder mit dem Mist zu tun hast :daumen


Genau das ist das Problem, eigentlich wie bei der Heirat :chris76

Auf DEN Vergleich muss man erstmal kommen :D

FMMT hat geschrieben:
Nur ist damit immer noch nicht sicher, dass ich mich diesmal wieder richtig entscheide. :blue
Meine Tendenz ist halt erst Mal meine direkten Einflussmöglichkeiten auszuloten(Stress, ev. Ernährung). Hatte früher gut geklappt, hat aber trotzdem aktuell Potential. Wenn es dann nicht funktioniert, dann wird medikamentös behandelt.

Mein Eindruck ist, dass Dich Dein Bauchgefühl bisher im Leben nicht getrogen hat. :daumen Ich würde es wohl genau so machen. Potentiell negative Faktoren so gut es geht eliminieren und falls das nicht genügt medikamentös aufsatteln.

Edith sagt: paßt schon mit der Pharmaindustrie. Medikamente haben ihre Berechtigung, sind aber nicht immer das Sinnvollste im konkreten Fall. Und natürlich wird da genügend mit Statistiken getrickst. :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 16:11 
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Schach-Emu
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Registriert: 08 Aug 2010 07:19
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chris.fall hat geschrieben:
Moin,

als Fachmann für Statistik(1) möchte/muss ich dazu


FMMT hat geschrieben:
Ob jetzt Interferon, Betaferon(?), ob Spritzen oder demnächst vielleicht Fumarsäure als Tablette, die möglichen Nebenwirkungen sind nicht ohne und die Erfolgsgarantie nur statistisch.


FMMT hat geschrieben:
Trotzdem ist es schon lustig, wie man Statistiken betrachten kann :chris76
Eine bekannte und gern zitierte Statistik über den Erfolg einer Immunmodulation(also spritzen) bei MS ermittelte nach zwei Jahren eine Schubrate von 0,82 bei den Placebopatienten sowie 0,67 mit Medikamenten.


mal etwas sagen.

Gerade bei medizinischen Fragestellungen wirst Du NIE einen 100% Nachweis der Wirkung bekommen. Denn meistens sind mehrere Faktoren - von denen viele oft unbekannt sind - daran beteiligt.

Nur ein paar Besipiele:

In einem vollbesetzten Raum/Bus/Wartezimmer hat jemand ein fette Erkältung und streut mächtig Viren. Trotzdem werden nicht alle angesteckt.

Nicht jeder Raucher bekommt einmal Lungenkrebs.

Auch Nichtraucher bekommen Lungenkrebs.

Der statistisch gesicherte Nachweis, dass Dieselabgase tatsächlich Lungenkrebs verursachen, hat mehr als zwanzig Jahre Forschung gekostet.

usw. usw. usw.

Richtige statistische Auswerteverfahren geben gesicherte Auskunft über die Wirksamkeit eines Verfahrens (2), und ich gehe davon aus, dass diese Auswerteverfahren in der seriösen medizinischen Forschung auch angewandt werden. Nur sind diese Auswerteverfahren eben nicht allgemein verständlich, so dass es zu diesen schwammigen Prozentzahlen kommt, von denen man normalerweise - also alles was nicht Fachpublikation ist - liest. Lange Rede kurzer Sinn: Die von Dir genannten Prozentzahlen sprechen für mich schon für eine starke Wirksamkeit der Medikament.


Viele Grüße,

Christian

(1) Den "§%/§)(%/-Verglich, was ich mal gelernt habe, und was ich beruflich so mache, lasse ich mal weg. Jedenfalls kenne ich mich mit statistischen Auswertungen aus.

(2) Eigentlich geben sie nur Auskunft über die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs, und nicht über die Wirkung. So ist es relativ leicht statistisch zu belegen, dass die Babys von den Störchen gebracht werden. Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen der Geburtenrate und der Storchenpopulation. Der wirkliche Zusammenhang ist natürlich ein anderer: In ländlichen Gebieten ist die Geburtenrate höher (Vielleicht, weil die Menschen dort ihre Freizeit sinnvoller nutzen;-) Und natürlich gibt es auf dem Land auch mehr Störche.


Ja, die Statistik mit den Störchen kenne ich auch. :blue Bei MS ist allerdings nüchtern betrachtet die Wahrscheinlichkeit ohne Erfolg an Nebenwirkungen zu leiden ähnlich hoch wie die Erfolgsquote. Wobei, und dies ist vielleicht der entscheidente Punkt, geheilt wird daduch eh nicht, sondern nur eventuell hinausgezögert und eventuell die Auswirkungen etwas gemildert.
Pippi schrieb es ja schon sehr gut, alles kann gut oder falsch sein. Und ohne habe ich die Chance auf bessere Lebensqualität und Selbstbestimmung :yo: . Ich kann selbst was bewirken, nicht eventuell vielleicht :keko ein Medikament, dass bei anderen wirkt, bei mir nicht. Wenn ich mal angefangen habe, soll ich das Medikament mein Leben lang spritzen oder nehmen.
Klar gibt es auch Fälle, wie Bellamartha, wo es mit Behandlung super klappt. Dann würde ich auch nichts ändern.
Es gibt allerdings auch Statistiken(ich sag ja, man kann alles beweisen :lol: ), die zeigen, dass früher oder später bis zu 50% ihre MS-Behandlung abbrechen. Die Ärzte überlegen Strategien, wie sie dies verhindern können. Aber für mich dann wieder das Argument, wenn so viele abbrechen, obwohl sie anfangs überzeugt waren, wieso soll ich es nicht erst Mal anders probieren, Potenzial zur Stressvernmeidung sehe ich, wie geschrieben, durchaus. Du hast irgendwo schon Recht.Bei der heutigen Scheidungsrate sollte man sich auch überlegen, dies zu riskieren. Die Nebenwirkungen können ganz schön hart sein, aber der Erfolg noch höher :cheer . Hier stimmen Einsatz und Ertrag. Ansonsten bin ich in der Firma auch ein Freund von Statistiken, besonders wenn ich sie selbst gestaltet habe :pfeif

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 16:13 
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Schach-Emu
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Registriert: 08 Aug 2010 07:19
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maultäschle hat geschrieben:
FMMT hat geschrieben:
PippiLangstrumpf hat geschrieben:
FMMT hat geschrieben:
Trau keiner Statistik, es sei denn Du hast sie selbst gefälscht :keko

Du wirst nie erfahren, wie es im anderen Fall verlaufen wäre. Die Leute, bei denen die Behandlung "nichts geholfen" hat, wären vielleicht ohne Behandlung noch viel schlimmer dran gewesen. Auf der anderen Seite wäre bei den Leuten, denen sie "geholfen" hat, vielleicht auch ohne Behandlung nichts passiert.
Irgendwo hab ich mal gelesen, daß es Leute gibt, die im Leben nur einen einzigen (bemerkten) MS-Schub gehabt haben und dann nie wieder.

Ich wünsche Dir, daß Du zusammen mit Deinen Ärzten die für Dich richtige Entscheidung triffst und nie wieder mit dem Mist zu tun hast :daumen


Genau das ist das Problem, eigentlich wie bei der Heirat :chris76

Auf DEN Vergleich muss man erstmal kommen :D

FMMT hat geschrieben:
Nur ist damit immer noch nicht sicher, dass ich mich diesmal wieder richtig entscheide. :blue
Meine Tendenz ist halt erst Mal meine direkten Einflussmöglichkeiten auszuloten(Stress, ev. Ernährung). Hatte früher gut geklappt, hat aber trotzdem aktuell Potential. Wenn es dann nicht funktioniert, dann wird medikamentös behandelt.

Mein Eindruck ist, dass Dich Dein Bauchgefühl bisher im Leben nicht getrogen hat. :daumen Ich würde es wohl genau so machen. Potentiell negative Faktoren so gut es geht eliminieren und falls das nicht genügt medikamentös aufsatteln.

Edith sagt: paßt schon mit der Pharmaindustrie. Medikamente haben ihre Berechtigung, sind aber nicht immer das Sinnvollste im konkreten Fall. Und natürlich wird da genügend mit Statistiken getrickst. :roll:


Danke :kuss , genauso sehe ich es auch. :daumen

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 21:04 
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Schach-Emu
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Beiträge: 7131
Ich fühle mich 12 Jahre jünger :win
Zumindest hatte ich damals den gleichen Grund zur Freude :lol:
Ich bin 40 Minuten am Stück gelaufen :yo:
Über das Tempo wollen wir mal lieber schweigen :blush

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 Betreff des Beitrags: Re: MS, Kuchen, Spaß + Träume von Roth
BeitragVerfasst: 26 Jan 2013 21:51 
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Die Emu-Maus
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Registriert: 14 Jun 2010 08:56
Beiträge: 9155
Wohnort: Mainspitze
FMMT hat geschrieben:
...
Ich bin 40 Minuten am Stück gelaufen :yo:
Über das Tempo wollen wir mal lieber schweigen :blush


ich freu mich mit Dir :) :applaus



Mit Statistik habe ich mich auch beschäftigt :( ...

Da Du in den letzten Jahren mit wenig Medis, viel Sport und vernünftiger Ernährung mit so wenigen Schüben ausgekommen bist,
ist die Wahl eigentlich klar .... , oder?

ganz liebe Grüße! :tomtiger

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Leidenschaft meistert jede Krise. Est-ce qu'il sont fous, les français?
aktuell 2023 - und Spaß
und was davor geschah... runningmaus 2012: Kopf hoch!


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