chris.fall hat geschrieben:
nein, das habe ich nicht gemeint. Ich will damit sagen, dass wie einen großen Teil der Abhängigkeit vom Auto im Lauf der letzten Jahrzehnte selbst erschaffen haben, bzw, dass wir uns das gefallen lassen haben!
Sagen wir mal: zum Teil. Als Bürger wählst Du Politiker, in der Hoffnung, dass sie Deine und Ihre vor der Wahl genannten Wünsche umsetzen. Nur passiert das nicht - da gibt es nämlich noch ein paar Interessenvertreter, die vehement was anderes wollen. Das kann man unter "gefallen lassen" einsortieren - man kann aber auch etwas resigniert feststellen, dass man keine Handhabe dagegen hat, da die Parteien unisono gleich agieren.
Huhn und Ei: was war zu erst da? Schlechter ÖPNV oder die Bequemlichkeit, doch mit dem eigenen Auto zu fahren? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wenn ich aber sehe, dass immer mehr Buslinien komplett eingestellt werden und auch die Bahn in der Fläche immer mehr abbaut (nicht vergessen, Shareholder Value ist das EINZIG Zählende in dieser Welt und auch diese Truppe will nach wie vor an die Börse), dann wird sich da nicht viel ändern. Die Folge ist - zumindest bei weiter steigenden Kosten - die schrittweise Verödung der ländlichen Gegenden.
Zitat:
Zu dem Problem Abstand Arbeitsplatz Wohnort habe ich ja schon ein paar Dinge geschrieben. Es war mal selbstverständlich, dass beim Bau von Industrieanlagen auch nahe gelegener Wohnraum mit geplant wurde. Das Kulturzentrum bei mir in der Straße war mal eine Konservenfabrik. Alle Häuser in der Straße (Altbauten ~1900) waren die Wohnungen für die dort beschäftigten Arbeiter. Direkt gegenüber steht ein einzelnes auch schon etwas älteres Einfamilienhaus. Das war für den Direktor.
Heute schaust Du in die TA Lärm und die TA Luft, dann hat sich so ein Plan schon erledigt.