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Damals war es Triathlon. Heute ist es Emu5.de
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 27 Feb 2013 23:48 
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Admin-Emu
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la_gune hat geschrieben:
Trunkenbold hat geschrieben:
Emanzipation hin oder her,

so irgendwie ist dann halt doch der Mann, die Person, die die Kohle dann doch eher mit einem fulltime-Job nach Hause bringt!

Und jetzt sag nicht, das stimmt nicht! Zumindest trifft das auf 90 - 95% zu!


Ähm, 1950 vielleicht...
Schau mal wie das aktuell aussieht ! ;)

In unserem Freundeskreis sind wir aber nicht die einzigen, wo die Frau ungefähr das gleiche verdient wie der Mann, wenn nicht sogar mehr ! Auch MIT Kind(ern).

Blöderweise "zwingt" der deutsche Staat jedoch viele Familien immer noch zu so einer altertümlichen Lebensweise.



Also ich habe Bekannte, wo die Frau trotz Studium und Berufserfahrung ein paar Jahr oder immer zu Hause bleibt.

Da ich eine private oder staatlich gelenkte Investition in die Kinder, die ja unsere Zukunft sind, am sinnvollsten halte und im Laufe meines Berufslebens diverse Kollegen und deren familiären Lebensumstände und -modelle kennen gelernt habe, finde ich folgendes Modell am erfolgreichsten:

1. Mann arbeitet voll und bringt möglichst gut Geld nach Hause.
2. Frau arbeitet in Teilzeit.

Ich weiß, das klingt vielleicht altertümlich, aber aus meiner Sicht ist es das am wahrscheinlich bestfunktioniernste.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 00:10 
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S(up)portlerin
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Ironie an: Da nur die wenigsten noch so gut verdienen, daß sie mit einem Gehalt eine Familie ernähren können, ist das erfolgreichste System wohl folgendes: Familie hat mind. 3 Kinder, Mutter ist zu Hause und macht den Haushalt, die Kinder sind in der staatlich finanzierten Ganztagesbetreuung, Vater arbeitet schwarz und sichert damit den Luxus und finanziert den Alterssitz, der Lebensunterhalt wird durch Hartz IV bestritten. Ironie aus.

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06.05.2012 Caldera Blanca
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 00:20 
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Admin-Emu
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Wo ist da die Ironie? :ditsch

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 00:27 
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Das Rennsemmel-Emu
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Wohnort: Muria
keko hat geschrieben:
Wo ist da die Ironie? :ditsch

Ganz ehrlich keko - ich sehe solche Familien quasi jeden Tag. Irgendwann ist es nicht mehr lustig. :(

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Weiteratmen - DAS ist der Trick!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 00:35 
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Caipi-Emu
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Hai hat geschrieben:
maultäschle hat geschrieben:
....ist jedes Kind individuell. Das eine braucht eine sehr lange und enge BIndung an die Mutter, das nächste ist freiheitsliebender...


Ein 12 -17 Monate altes Kind ist freiheitsliebender....

Sorry, aber das nenne ich nun wirklich etwas "schön reden"...

Lieblingshai :kuss Wo hattest Du denn bisher die Goldwaage zum Worte wiegen versteckt :oops: ;)

Hai hat geschrieben:
Diver hat geschrieben:
Auch wenn ich keine Kinder habe, gebe ich mal meinen Senf dazu.

Ich sehe die Verantwortung nicht ausschließlich beim Staat. Die Unternehmen benötigen doch die gut ausgebildeten Mitarbeiter. Da stecken sie ein Vermögen in die Ausbildung und wenn die Frauen dann ein Kind haben passen sie nicht mehr in den typischen 9 - 5 Job und man bildet lieber weitere MitarbeiterInnen aus, um die dann widerum in Elternzeit zu "verlieren". Hier sollte genauso angesetzt werden. Die Arbeitszeiten müssen flexibler gestaltet werden, sehr viele Dinge können genauso gut vom Home Office aus erledigt werden, ggf. dann abends, wenn das Kind (hoffentlich) schläft. Dann könnten Mann und Frau ggf. zeitweise eine Teilzeitstelle antreten und sich die Erziehung teilen. Das benötigt natürlich eine straffe Organisation und Abstimmung und vor allem die Unterstützung der Arbeitgeber...



:daumen

:bigfoot
Jetzt sind wir ja doch einer Meinung. :lol:
Diver hat recht: wenn die Arbeitszeiten flexibler gestaltet würden, könnten sich auch beide Partner gleichberechtigter an der Kindererziehung beteiligen. Das würde vieles erleichtern und auch die Kindererziehung flexibler machen.
Aber darum geht es ja: von dieser Gleichberechtigung sind wir noch meilenweit entfernt. Momentan, da hat Trunkenbold schon recht, gehen nach der Geburt des Kindes meist die Väter wieder Vollzeit in den Beruf zurück und starten Karrieretechnisch durch, während die Frauen nach einigen Jahren mit ein paar Teilzeitstunden wieder einsteigen und das "Taschengeld" dazuverdienen. Aber was spricht dagegen, dass nach der Zeit xxx nach der Geburt beide Partner 70% arbeiten. Bin mal gespannt, ob die Firmen sich da in den nächsten Jahren ändern.

triaking hat geschrieben:
Immer wieder ein interessantes Thema, das hier im Forum schon zum x-ten Male diskutiert wird! ;)

;)
triaking hat geschrieben:
Es wird immer unterschiedliche Meinungen und Vorgehensweisen geben und jeder wird seine für richtig halten, bzw. verteidigen. Weil............. eben jeder andere Voraussetzungen und auch Ansprüche an sein Leben hat. Der eine kommt mit sehr wenig zurecht und kümmert sich lieber um seine "Brut" und andere wollen eben nicht auf alles verzichten und dafür müssen ggf. beide Ehepartner dafür aufkommen.

Da mag ich doch noch mal einhaken, weil das auch letztes Mal ein Diskussionspunkt war.
Ich sprech jetzt mal für mich:
Wer mich kennt, weiß, dass ich die Letzte bin, die ein Vermögen für Luxus und Firlefanz ausgibt. Gerade wenn ich mal so unter uns Triathleten rumgucke :lol: Ich bin Schwabe und halte mein Geld zusammen und ich kann und werde gerne für das Kindes auf vieles verzichten und mich einschränken.
Ich persönlich plane momentan nach ca. 1,5 Jahren wieder in den Beruf einzusteigen.
Wieso? Auch (aber nicht nur) aus monetären Gründen.
# Jobs sind heute nicht mehr sicher. Die Erfahrung haben doch auch schon genügend EMUs gemacht :tomtiger
Ich kann also doch nicht komplett auf die Karte "Mann = alleiniger Ernährer der Familie" setzen.
# Ehen/Beziehungen waren noch nie so unsicher wie heute. Auch dazu erzähl ich doch genügend EMUs nichts Neues. :tomtiger
Also kann ich mich doch nicht komplett darauf verlassen: Mein Mann wird mir auf immer und ewig in Liebe verfallen sein und mir bis an mein Lebensende mein Leben finanzieren.
# Wenn man sich eine Immobilie anschafft, dann muss ich doch gucken, dass ich die laufenden Kosten bezahlt bekomme. Auch da sind EMUs doch nicht so weltfremd, dass sie nicht auch ab und zu schon mal ne schlaflose Nacht hatten, weil sie nicht wußten, wie sie die nächsten Raten abbezahlen können :tomtiger Das Risiko möchte ich gern minimieren

Dazu kommen noch Bauch-Geld-Gründe.
# Ich habe doch nicht studiert (und den Staat bei meinem Studium richtig viel Geld gekostet) um nachher auf 400 Euro-Basis zu arbeiten. Natürlich würde ich das auch tun, aber eigentlich habe ich andere Qualifikationen und würde gern auch weiterhin gefördert und geistig gefordert werden. Ich muss keine Karriereleiter bis ans oberste Ende geklettert sein - dazu fehlt mir auch der Ehrgeiz, aber wenn ich 3 Jahre zuhause bleibe bin ich in meiner Branche raus. Das ist einfach Fakt. Vielleicht entscheide ich mich wenn es soweit ist auch für Teilzeit in der Apotheke, aber ich will zumindest die Chance haben trotz Kind auf einer meiner Ausbildung adäquaten Position zu arbeiten.
# ich kann und will von meinem Partner nicht vollständig abhängig sein. Und ich mag ihn auch nicht dem 100%igen Druck aussetzen der Alleinverdiener der Familie zu sein. Demletzt gelesen, dass Väter nach der Geburt ihrer Kinder deutlich mehr arbeiten als vorher, da sie alleine die Familie ernähren müssen und deshalb dann logischerweise viel weniger zuhause sind. Ich will dass mein Kind seinen Vater öfter sieht, als nur abends die 5 Minuten vor dem Ins Bett gehen. Als Vater hätte man sich dafür nämlich auch keine Kinder "anschaffen" brauchen!
# Ich möchte meinem Kind etwas ermöglichen. Sei es ein Studium, sei es ein Auslandsaufenthalt, sei es eine Starthilfe in sein späteres Leben und dafür würde ich gern ein wenig Geld zur Seite legen können.

Ein Kind kommt doch nicht wie ein Unglück über mich, an dessen Ende ich einfach damit leben muss von meinem Partner abhängig zu sein, sich keine Eigentumswohnung oder ein Häuschen leisten zu können und kaum Rentenansprüche zu haben.
So viel zum monetären :blue
triaking hat geschrieben:
Aber was ist nur falsch? Was ist richtig? Was war früher, was ist heute? Kein Ahnung! Und nicht jedes Kind ist gleich!
Sach ich doch :blue
Und ich glaub auch daran, dass beide Partner in Liebe gleichberechtigt sich das Kindergroßziehen teilen können.
Vielleicht werd ich ja auch noch eines anderen belehrt. Aber in den nordischen Ländern klappt es doch auch, dass auch die Väter ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie reduzieren.
Oder bei meiner Kollegin: sie arbeitet 80%, d.h. fängt morgens um 6 Uhr an (Papa bringt gegen 8 Uhr das Kind in den Kindergarten) ist gegen 12:30 Uhr fertig, holt das Kind aus dem Kindergarten und hat den ganzen Nachmittag Zeit sich ausschließlich um das Kind zu kümmern. Kind ist glücklich, Mutter ist glücklich, Vater ist glücklich. Kann also funktionieren...

Mich würd ja auch interessieren was z.B. PeterMUC zu der ganzen Sache sagt :tomtiger Er hat ja auch 6 (?) Monate Elternzeit genommen und es klang in seinem damaligen Blog nicht so, als ob er, die Mutter oder die Kinder kreuzunglücklich über die Kombi arbeitende Mutter + betreuender Vater waren.

Wer weiß wie ich in 1,5 Jahren über das Ganze denke.
Kann auch sein, dass ich bis dahin feststelle, dass ich nichts lieber tun möchte als mein KInd zu betreuen und null Bock auf Rückkehr in die Arbeitswelt habe. Kann sein, dass mein Kind behindert ist oder Förderung braucht oder einfach noch nicht bereit ist, in eine Kita zu gehen. Dann werd ich eben neu nachdenken, den Job kündigen und bei meinem Kind bleiben und auch das mit Freude tun. :beer

So, und nun kommt bestimmt gleich auch noch keko um die Ecke und sagt uns, dass man das alles eh viel lockerer sehen muss und sowieso nix planen kann :laugh: und recht hat er. Man jongliert mit Optionen und versucht das Bestmögliche für die ganze Familie daraus zu machen. Ob es nachher richtig ist, wer weiß das schon :bein-godik

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 00:46 
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keko hat geschrieben:

Also ich habe Bekannte, wo die Frau trotz Studium und Berufserfahrung ein paar Jahr oder immer zu Hause bleibt.

Da ich eine private oder staatlich gelenkte Investition in die Kinder, die ja unsere Zukunft sind, am sinnvollsten halte und im Laufe meines Berufslebens diverse Kollegen und deren familiären Lebensumstände und -modelle kennen gelernt habe, finde ich folgendes Modell am erfolgreichsten:

1. Mann arbeitet voll und bringt möglichst gut Geld nach Hause.
2. Frau arbeitet in Teilzeit.

Ich weiß, das klingt vielleicht altertümlich, aber aus meiner Sicht ist es das am wahrscheinlich bestfunktioniernste.

Und sie blieben bis an ihr Lebensende zusammen, auch wenn sie sich seit Jahren hassten und sich nichts mehr zu sagen hatten, denn da waren ja das Haus und die Kinder und die Schulden und was sollten denn die Leute sagen.... :pfeif ;)

Das immer noch Bestfunktionierenste (in Deutschland) muss nicht zwangsläufig das lebens- und liebenswerteste sein. :tomtiger
Und nur weil es schon immer so war, heißt das nicht, dass es nicht andere bessere Möglichkeiten gibt und dass es für immer und ewig so bleiben muss. Und jetzt mag ich noch nicht mal davon sprechen, dass der Mann z.B. auch sterben oder arbeitsunfähig werden kann...

Die Gesellschaft und die Arbeitswelt wandeln sich. Nur langsam, aber immer mehr. Gerade bei einkommensschwachen Familien ist es zunehmend die Frau die die Familie über Wasser hält während der Mann keinen Job mehr findet....das ist auch Realität.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 01:44 
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keko hat geschrieben:
1. Mann arbeitet voll und bringt möglichst gut Geld nach Hause.
2. Frau arbeitet in Teilzeit.

Ich weiß, das klingt vielleicht altertümlich, aber aus meiner Sicht ist es das am wahrscheinlich bestfunktioniernste.


Nebenbei, nur so aus Neugier: ist das auch das Lebensmodell, das Du Dir für Deine Töchter wünschst?

*Ironiemodusan*
Konsequenterweise brauchst Du sie dann auch nicht aufs Gymnasium schicken oder womöglich auch noch ein Studium finanzieren, wenn sie eh nur ein wenig Taschengeld dazuverdienen sollen. Da reichen auch die Grundrechenarten, Lesen und Schreiben. Dann lieber noch ne ordentliche Mädchenschule dranhängen, wo sie Kochen, Backen und Haushaltsführung lernen. *Ironiemodusaus*

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 08:12 
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maultäschle hat geschrieben:
keko hat geschrieben:
1. Mann arbeitet voll und bringt möglichst gut Geld nach Hause.
2. Frau arbeitet in Teilzeit.

Ich weiß, das klingt vielleicht altertümlich, aber aus meiner Sicht ist es das am wahrscheinlich bestfunktioniernste.


Nebenbei, nur so aus Neugier: ist das auch das Lebensmodell, das Du Dir für Deine Töchter wünschst?

*Ironiemodusan*
Konsequenterweise brauchst Du sie dann auch nicht aufs Gymnasium schicken oder womöglich auch noch ein Studium finanzieren, wenn sie eh nur ein wenig Taschengeld dazuverdienen sollen. Da reichen auch die Grundrechenarten, Lesen und Schreiben. Dann lieber noch ne ordentliche Mädchenschule dranhängen, wo sie Kochen, Backen und Haushaltsführung lernen. *Ironiemodusaus*


Da hast Du vollkommen Recht.
Das hat leider nichts mit Ironie zu tun.Letzten Freitag unterhielt ich mich mit einer Ärztin, Mutter von drei Kinder, die von ihrer Schwiegermutter (ebenfall Ärztin) gesagt bekam, dass sie ihren Teilzeitjob aufgeben soll und bitte ihren Mann (der natürklich seine Karriere vorrangetrieben hat,während sie sich um die Familie kümmerte) den Rücken freihalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 08:22 
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Sauna-Emu

Registriert: 11 Aug 2010 09:58
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keko hat geschrieben:
la_gune hat geschrieben:
Trunkenbold hat geschrieben:
Emanzipation hin oder her,

so irgendwie ist dann halt doch der Mann, die Person, die die Kohle dann doch eher mit einem fulltime-Job nach Hause bringt!

Und jetzt sag nicht, das stimmt nicht! Zumindest trifft das auf 90 - 95% zu!


Ähm, 1950 vielleicht...
Schau mal wie das aktuell aussieht ! ;)

In unserem Freundeskreis sind wir aber nicht die einzigen, wo die Frau ungefähr das gleiche verdient wie der Mann, wenn nicht sogar mehr ! Auch MIT Kind(ern).

Blöderweise "zwingt" der deutsche Staat jedoch viele Familien immer noch zu so einer altertümlichen Lebensweise.



Also ich habe Bekannte, wo die Frau trotz Studium und Berufserfahrung ein paar Jahr oder immer zu Hause bleibt.

Da ich eine private oder staatlich gelenkte Investition in die Kinder, die ja unsere Zukunft sind, am sinnvollsten halte und im Laufe meines Berufslebens diverse Kollegen und deren familiären Lebensumstände und -modelle kennen gelernt habe, finde ich folgendes Modell am erfolgreichsten:

1. Mann arbeitet voll und bringt möglichst gut Geld nach Hause.
2. Frau arbeitet in Teilzeit.

Ich weiß, das klingt vielleicht altertümlich, aber aus meiner Sicht ist es das am wahrscheinlich bestfunktioniernste.


Das hat sich die Dame auch gedacht, die mal als Flugbegleiterin arbeitete.
Sie hat sich dann um die drei Kinder gekümmert und streitet jetzt vor Gericht mit ihren Ex-Mann über den Unterhalter.
Das Gericht sagt, dass ihr jeder Job zu mutbar ist.
Mit drei Kindern wird sie wohl kaum als Flugbegleiterin arbeiten, wenn man sie überhaupt in den Job zurück läßt.
Also darf sie in einen schlecht bezahlten Job gehen und wer ist jetzt von Altersarmut bedroht ???
Der Mann garantiert nicht.

Mein Ex hat auch in den 5.5 Jahren, die ich die Kinder betreut hat viel für seine Altersvorsorge getan.
Er bekam auch seine Gehaltserhöhungen.Mir gegenüber ist er nichts schuldig.

Warum wird eigentlich die Familienpolitik immer auf den Rücken der Frauen ausgetragen ?

Meine Mutter z.B. hat immer nnur auf 400€ Basis gearbeitet.
Wenn mein Vater stirbt, bekommt sich 60 % seiner Renten.
Das wären bei einer Rente von 2000€ sind das 1200€ , die ihr blieben.Zwei Däumchen hoch.

Als Mann hätte ich auch kein Interesse daran irgendwas zu ändern.
Eher hat der Gesetzgeber in den letzten Jahren die rechte der Männer gestärkt.
Die Damen mit den ich letzten Freitag Geburtstag feierte (fast alle studiert) sind ziemlich auf Krawall gebürstet. :blue


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 08:41 
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Sauna-Emu

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Trunkenbold hat geschrieben:
Wagnerli hat geschrieben:
Sie brauchen auch nicht schreien, dass wir Fachkräftemangel haben, wenn die qualifizierten Frauen zuhause rumsitzen müssen, weil sie die Kinder nicht für ein paar Stunde in der Woche betreut kriegen.

Ich wollte immer Kinder. Das war immer tief in meinem Herzen.
Das war die beste Entscheidung meines Lebens. :tomtiger


Ich denke nicht das durch fehlende Kitaplätze ein Fachkräftemangel entstanden ist, der hat bestimmt andere Ursachen!!
Perspektivlosigkeit, mangelnde Motivation, falsche Erziehung, Reizüberflutung schon im Kindesalter, schlechte Schulen, etc. Ich denke da gibts noch mehr Gründe. Weißt du noch einen???
Egal, belassen wir es dabei!

Und es freut mich das du mit deiner Entscheidung, Kinder zu bekommen, so glücklich bist! :pray
Ich wollte das auch niemals Jemandem madig machen!


Mir fällt noch ein Grund ein.
Die Betriebe bilden weniger aus.

Es gibt jetzt ein Ding, das brennt mir schon noch ein bisschen auf den Nägeln.
Du hast gesagt, dass es Dich ankotzt, wenn die Leute Kinder wollen und nicht einsehen, dass man das auch verzichten muß.
Das gehöre nun mal dazu, wenn man Kinder hat.
Du hättest als Kind auch nicht alles gehabt.

Jetzt hast Du Dich aber gegen Kinder entschieden.
Ich könnte jetzt behaupten, Du hast Dich gegen Kinder entschieden, weil Du auf nichts verzichten wolltest.
Lag das vielleicht an der Kinderheit ?
Kinder = Verzicht.

Das darfst Du mir jetzt nicht übel nehmen.
Ich will eigentlich nur zeigen, dass man Dir auch Dinge unterstellen kann.

Toleranz ist hier angesagt.
Es gibt Menschen, die wollen keine Kinder.Andere Leben die klassische Familie.
Andere haben Kinder und gehen voll arbeiten.

Jeder muß sein Leben so ausrichten, wie er es für richtig hält.
Und wir sollten auch nicht hingehen und den Leuten ein schlechtes gewissen einreden.
Wer weiß schon, was richtig und was falsch ist ?
Wer will sich anmaßen zu sagen, dass sein Weg der einzig richtige ist?

:tomtiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 10:03 
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Caipi-Emu
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Wagnerli hat geschrieben:

Toleranz ist hier angesagt.
Es gibt Menschen, die wollen keine Kinder.Andere Leben die klassische Familie.
Andere haben Kinder und gehen voll arbeiten.

Jeder muß sein Leben so ausrichten, wie er es für richtig hält.
Und wir sollten auch nicht hingehen und den Leuten ein schlechtes gewissen einreden.
Wer weiß schon, was richtig und was falsch ist ?
Wer will sich anmaßen zu sagen, dass sein Weg der einzig richtige ist?

:tomtiger

Danke. Genau das wollte ich gestern abend eigentlich sagen :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 10:17 
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maultäschle hat geschrieben:
keko hat geschrieben:
1. Mann arbeitet voll und bringt möglichst gut Geld nach Hause.
2. Frau arbeitet in Teilzeit.

Ich weiß, das klingt vielleicht altertümlich, aber aus meiner Sicht ist es das am wahrscheinlich bestfunktioniernste.


Nebenbei, nur so aus Neugier: ist das auch das Lebensmodell, das Du Dir für Deine Töchter wünschst?

*Ironiemodusan*
Konsequenterweise brauchst Du sie dann auch nicht aufs Gymnasium schicken oder womöglich auch noch ein Studium finanzieren, wenn sie eh nur ein wenig Taschengeld dazuverdienen sollen. Da reichen auch die Grundrechenarten, Lesen und Schreiben. Dann lieber noch ne ordentliche Mädchenschule dranhängen, wo sie Kochen, Backen und Haushaltsführung lernen. *Ironiemodusaus*


Ich hätte ein wenig präzisieren sollen: Ich meinte die Anfangsjahre, wenn die Kinder noch klein und unselbständig sind und man keine Verwandtschaft in der Nähe hat und sich mit den wenig vorhandenen Kita-Plätzen und den üblichen Kiga-Öffnungszeiten rumschlagen muss. Dass das bei vielen Paaren so nicht geht, ist mir klar. :)

Meine Kinder schicke ich nicht aufs Gymnasium, damit sie später mal den ganzen Tag arbeiten können, sondern weil sie dort die beste Bildung bekommen. Was sie mit dieser Bildung machen oder nicht, kann ich dann eh nicht entscheiden. Ich sehe Schule erst mal als eine Bildungseinrichtung und nicht als eine Vorbereitung fürs Berufsleben. Ich hoffe, sie sind mal schlau genug, dass sie sich nicht nur über ihre Arbeit identifizieren. Sonst hätte ich in meinen Augen mit meiner Erziehung versagt. :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 10:20 
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Sauna-Emu

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Trunkenbold hat geschrieben:
maultäschle hat geschrieben:
:gaehn
Lang überlegt ob und was ich schreibe...
Muss erstmal ordnen und das in Ruhe formulieren, daher nur vorab eine Gegenfrage (ernstgemeint!) zum selbst Gedanken machen :tomtiger

Trunkenbold hat geschrieben:

Ich frage mich immer:
Wenn man sich für ein Kind entscheidet, warum will/muß man gleich wieder arbeiten?


Man hat doch vorher gewußt was auf einen zukommt, also im Normfall, wenn es geplant war! :pfeif

Fragst Du das nur die Mütter oder auch die dazugehörigen Väter? ;)
Die haben sich doch genauso für ein Kind entschieden wie die Mutter und waren zu 50% beteiligt, so im Normfall... :lol:

Könnte man sich also auch mal fragen, warum nicht der Papa mal die ersten 3 Jahre zuhause bleibt und das Kind familiär betreut.... :pfeif



Natürlich beide!

Und theoretisch kann der Mann auch zu Hause bleiben,

nur,

ich gebe zu bedenken, das beruflich das u. U. dem Mann ganz schöne Schwierigkeiten bei der weiteren Zukunft an seiner Arbeitsstelle bereiten könnte!
Denn,

Emanzipation hin oder her,

so irgendwie ist dann halt doch der Mann, die Person, die die Kohle dann doch eher mit einem fulltime-Job nach Hause bringt!

Und jetzt sag nicht, das stimmt nicht! Zumindest trifft das auf 90 - 95% zu!


Willkommen im Leben der Akademikerinnen !!!

Es gibt Gründe, warum Frauen zwischen 20-30 % weniger für die selbe Arbeit bekommen.
Männer sollen mehr verdienen, damit sie ja nicht vom Gehalt der Frau leben müssen.
Es gibt genug Männer die hätten damit ein echtes Problem.

Glücklicherweise gibt es immer mehr Männer, die aktiv Familie machen wollen und den Erziehungsurlaub in Anspruch.
nehmen.Vielleicht ist es irgendwann mal selbstverständlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 10:25 
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Xterra-Emu
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Beiträge: 2429
maultäschle hat geschrieben:

Diver hat recht: wenn die Arbeitszeiten flexibler gestaltet würden, könnten sich auch beide Partner gleichberechtigter an der Kindererziehung beteiligen. Das würde vieles erleichtern und auch die Kindererziehung flexibler machen.


Ja, genau aber bitte schön am Freitagmittag um 12 ist Feierabend!
Natürlich 6 Wochen Urlaub/Jahr!
14 Monatsgehälter!
Eine eigene Kantine!
Eine Kita direkt am Arbeitsplatz!
Flexible Arbeitszeiten, aber Samstag und Sonntag frei (da gibts ja noch WK)

.....habe ich was vergessen????

Ach klar:
Ironiemodus!!!! :newwer

_________________
An den Gräbern der meisten Menschen, trauert tief verschleiert, ihr ungelebtes Leben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frust - Thread
BeitragVerfasst: 28 Feb 2013 10:34 
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Caipi-Emu
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Registriert: 03 Aug 2010 23:31
Beiträge: 4056
Trunkenbold hat geschrieben:
maultäschle hat geschrieben:

Diver hat recht: wenn die Arbeitszeiten flexibler gestaltet würden, könnten sich auch beide Partner gleichberechtigter an der Kindererziehung beteiligen. Das würde vieles erleichtern und auch die Kindererziehung flexibler machen.


Ja, genau aber bitte schön am Freitagmittag um 12 ist Feierabend!
Natürlich 6 Wochen Urlaub/Jahr!
14 Monatsgehälter!
Eine eigene Kantine!
Eine Kita direkt am Arbeitsplatz!
Flexible Arbeitszeiten, aber Samstag und Sonntag frei (da gibts ja noch WK)

.....habe ich was vergessen????
Lass mich nachdenken. Äääähmmm... :bigfoot
Nö! :daumen

:blue :newwer





Keine Ahnung, wo genau Du das jetzt aus meinem Post rauslesen konntest :chris76

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