apanasana hat geschrieben:
Ich weiss, ich flieg nur unheimlich ungern, weil es bei einem Unfall/Absturz eine ganze Weile nach unten geht bevor ich tot bin, das geht beim Auto bzw. Zug fahren wesentlich zügiger.
Und dann flieg ich auch noch nach San Francisco, das letzte mal dachte ich beim Landeanflug, dass der Flieger jetzt ins Meer stürzt, weil man von der Rollbahn überhaupt nix sieht. *grusel*
Schon klar, wenn man nicht gerne fliegt, dann kann das etwas mulmig sein. Gleichwohl, die Fahrt mit dem Auto oder Taxi zum Flughafen ist riskanter wie der Flug an sich.
Die kritischste Situation beim Fliegen ist der Start, da das Flugzeug dann vollgetankt ist und mit diesem Startgewicht nicht landen kann ohne vorher den Sprit abzulassen. Die meisten Unglücke passieren ja auch in der Startphase.
Ein Unfall wie er der Air France über dem Atlantik passiert ist, ist daher relativ selten. Es ist spektakulär weil gleich über 200 Menschen aufeinmal gestorben sind. Aber glaube mir, an diesem Wochenende sind wahrscheinlich mehr Menschen durch Unfälle im Haushalt gestorben als durch Flugzeugunglücke. Die meisten Unfälle passieren zuhause; d.h. man ist am besten nicht zuhause (sondern fliegt weit weg)
Ich weiss jetzt nicht ob Dich das beruhigt, aber die Passagiere der Air France werden den Absturz von Reiseflughöhe auf Null gar nicht mitbekommen haben. Wenn das Flugzeug in 11.000 m Höhe auseinander bricht, dann wirst Du wahrscheinlich noch nicht mal mehr das Ausklappen der Sauerstoffmasken mitbekommen und Du wirst noch nicht mal mehr Zeit haben um laut "Scheiße" zu brüllen, geschweige denn für ein Gebet, da Du umgehend bewusstlos werden wirst. Die Turbulenzen vor dem Absturz wirst Du wie eine verschärfte Achterbahnfahrt erleben. Also lehne Dich zurück und genieße den Flug.
Und zum Schluss die gute Nachricht: Es ist noch keiner oben geblieben
