innez hat geschrieben:
Meinst du das Betaferon?
Das kriegt nichtmal jeder.
Seit 17 Jahren kenne ich jetzt meine Nachbarin. Als wir hierher gezogen sind, hatte sie schon MS und bekam auch schon diese Spritzen. Jeden 2. Tag spielt ihr Mann mit ihr Darts, wie sie es nennen. Das ist seit Ewigkeiten deren Ritual: Küsschen auf den Po, und dann - zack!
Vielleicht lässt du es ja auch von deiner Frau machen?
Von Nebenwirkungen dieses Mittels haben wir nichts mitbekommen, nur, dass sie ohne schon lange im Rollstuhl sitzen würde.
Wenn es wirklich helfen würde, wäre es für mich kein Thema zu spritzen. Nur ist die Datenlage ganz nüchtern betrachtet überhaupt nicht eindeutig.
Wenn, wie Du oben schreibst, nicht jeder behandelt werden würde und davon viele Fälle problemlos verlaufen, wäre dies ja gut
Ob jetzt Interferon, Betaferon(?), ob Spritzen oder demnächst vielleicht Fumarsäure als Tablette, die möglichen Nebenwirkungen sind nicht ohne und die Erfolgsgarantie nur statistisch. Und mein Lieblingsspruch in der Firma lautet eh: Traue keiner Statistik, es sei denn Du hast sie selbst gefälscht

Ich werde halt mal Fakten von beiden Seiten genauer sammeln, dann aber mich schleunigst wieder aus den MS-Foren fernhalten.
Letztlich ist es für mich auch eine persönliche Einstellung: Wenn ich, wie es von den Symtomen her aussieht(wochenlanger Schwindel vor 10 Jahren) MS schon über 10 Jahre habe, dann hätte ich ziemlich viel richtig gemacht

Mit Sport und der Familie als Ort der Ruhe und Geborgenheit hätte ich MS auch ohne Medikamente weitgehend im Griff gehabt

. Nur, wenn ich aus verschiedenen Gründen, dauerhaften Stress nicht abbauen konnte, ein Magen/Darminfekt dazu kam, gab es alle 5 Jahre einen deutlichen Schub(Zusammenbruch

). Das doofe, aber einerseits auch hoffnungsvolle an MS ist, das man gar nichts vorhersagen kann. Zwar auch, dass vergangene Maßnahmen zukünftig nicht mehr helfen, aber genauso wenig, dass zukünftig andere besser wären, nur weil sie statistisch bei etwas mehr Patienten helfen.

Und außerdem ist es ein Zeichen, dass es mir schon wieder zu gut

geht, wenn ich solche "Luxusprobleme" habe. Hätte ich spürbare Auswirkungen oder aufgrund meiner individuellen Befunde, die noch zu besprechen sind, laut Arzt Handlungsbedarf(genauer Ort der Entzündungen..), würde ich behandeln, nur rein aufgrund einer möglichen, allgemeinen, individuell unsichern Statistik vorläufig eher nicht.
